Carnage bezieht Stellung zu den gegen ihn erhobenen schweren Anschuldigungen

 

An die Vorstandschaft der Schleuderliga

76337 Waldbronn

 

Stellungnahme zu den Vorfällen am vergangenen Mittwoch

Aktenzeichen CAR001

 

Sehr geehrte Vorstandschaft,

sehr geehrte Jury, Richter und Henker per unionem personalem,

 

ich war stets ein zuverlässiger und gesetzestreuer Schleuderer. Obwohl ich mich seit Einführung der Schleuderliga vor einigen Jahren stets diverserer Anfeindungen – öffentlich und „hinterrücks“ – konfrontiert sah, habe ich das Wohl der Liga stets über meine eigenen Interessen gestellt.

Seit dieser Woche wird nun aber zu einer erneuten Hetzjagd gegen meine Person aufgerufen, vorwiegend durch Soziale Medien und die Berichte der eigenen Homepage, die ich nicht mehr hinnehmen oder gar unbeantwortet lassen kann.

Ich möchte an dieser Stelle nicht behaupten, dass die WhatsApp-Korrespondenz zwischen dem 1.Vorsitzenden und meiner Person (nachzulesen im Spieltagsbericht vom 25.06.2020 auf www.schleuderliga.de) erfunden oder falsch dargestellt wurde, sie ist aber mindestens nicht vollständig.

So wurde der Öffentlichkeit vorenthalten, dass sich Dalibor gewissermaßen selbst auf meine Geburtstagsfeier eingeladen hatte, was ich natürlich freudig bejahte – und durch den 1.Vorsitzenden auch fachmännisch angeliefert und aufgebaut wurde – ich dies aber in meinen ursprünglichen Planungen nicht angefragt oder gar gefordert hatte. Nichts desto trotz war ich natürlich sehr dankbar über das Zutun des 1.Vorsitzenden.

In den Tagen nach der Feier erkundigte sich der 1.Vorsitzende, ob er Dalibor am Mittwoch, auf dem Heimweg vom Geschäft, wieder einsammeln könne und ob ich zu dieser Zeit zu Hause sei. Da ich bereits einen Außer-Haus-Termin geplant hatte, verneinte ich dem 1.Vorsitzenden meine Anwesenheit, bot aber an, den Kollegen Dalibor „in den Schopf neben den Garagen zu stellen“.

Hier kam es zu einem entscheidenden Missverständnis, da der 1.Vorsitzende davon ausging, dass ich mit „Schopf“ die Spielstätte der Schleuderscheune meinte und daher von einer Anlieferung meinerseits ausgegangen war. Ich selbst sprach allerdings vom „Schopf“ in unserem Hof in der Bahnhofstraße und hatte Dalibor dort fristgerecht abgestellt. Dass es sich hierbei um keine absichtliche Täuschung handelte belegen die Tatsache, dass der 1.Vorsitzende bereits ursprünglich von einer Abholung sprach sowie die Aussage meinerseits, dass ich das Equipment in den „Schopf neben den Garagen“ stellen wollte. Da sich die Spielstätte der Schleuderliga (ebenfalls als „Schopf“ bekannt) weder NEBEN einer Garage – sondern eher darauf – und schon gar nicht „neben den Garagen“ (plural) befindet, unterstreicht meine Intention und sollte mich vom Schuldspruch der arglistigen Täuschung freisprechen.

Des Weiteren – und auch hier verweise ich auf die mediale Hetzjagd gegen meine Person – wurde der Öffentlichkeit im Bericht der Homepage vorenthalten, dass auch ein nicht namentlich erwähntes Mitglied der Vorstandschaft im Nachgang die Missverständlichkeit der Korrespondenz einräumte.

„Beim 2ten mal lesen fällts mir auch auf das es ned so eindeutig war. Egal er steht wieder und zapft 😂“ (Zitat)

In keinster Weise möchte ich die Schuld hier gänzlich von mir weisen, möchte aber anmerken, dass eine Verkettung unglücklicher Umstände, gepaart mit nicht eindeutigen Formulierungen zweier Parteien zu dieser sonderbaren Situation führten. Dies sollte und muss in ihre Bewertung mit einfließen.

Abschließend möchte ich darum bitten, sich bei ihrer Entscheidung nicht von hochstilisierten Internetauftritten beeinflussen zu lassen und hier Gnade vor Recht ergehen zu lassen. Denn auch wenn es an der Scheibe nicht immer den Eindruck erweckt: Auch ein Carnage ist nur ein Mensch !!

Abschließend möchte ich noch auf vergleichbare Kontroversen aufmerksam machen, die in der Vergangenheit ebenfalls keinem Schuldspruch unterlegen sind. Dies wären beispielhaft:

  • Aktenzeichen HUR001 (Der Spieler Hurricane kommt „ein bisschen später“ (Anm. der Red.: Es waren 2 Stunden) weil er noch „schnell“ den Rasen mähen musste)
  • Aktenzeichen HAA001 (Bei Spieler van Haarfort kippt die Stimmung beim SchleuderSommerfest 2019 mit einer mutwillig herbeigeführten Knie- und Muskelverletzung)
  • Aktenzeichen DOM001 – DOM459 (Bei Spieler Dominguez kippt mehrfach den für Mittwoch vorgesehen Spielplan, weil er den Geburtstag seiner Mutter vergessen hatte etc.)

 

Unter Einbeziehung und Bewertung aller dieser Umstände bitte ich die Vorstandschaft mich von allen Anklagepunkten freizusprechen. Sollte dem stattgegeben werden, so würde ich mich nicht „lumpen lassen“ und den Schleuderern bei meinem nächsten Auftritt eine Kiste eisgekühlte 0,5er-Kolben spendieren, gepaart mit ca. 3kg Fleischkäse, sofern dieser das Einfrieren überlebt hat. Selbstverständlich übernehme ich auch die Kosten für das in genanntem Fall mitgelieferte FelsgoldFass in voller Höhe, wohlwissend, dass es weder bei der Ankunft voll gefüllt war, geschweige denn leer, als es wieder seinen Weg in die Schleuderscheune zurückfand. Der mit der verbleibenden Menge Bier bisher erzielte Umsatz kann demnach als „Reingewinn“ in der Schleuderbüchern verbucht werden.

Mit freundlichen Grüßen

Carnage
Rekordpokalsieger

„Urteile nicht über Menschen, die in einer Situation sind, in der Du noch nie warst.“

Eine Unterhaltung beginnen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert